Recent comments


  • Ich lese die profunden Artikeln von Herrn Mag. Laukhardt jedes Mal mit großem Interesse, denn mir liegt Graz am Herzen. Und im Herzen und meiner Seele tut mir das Gesehene und Gelesene weh. Denn wie es im Kleinen aussieht, so sieht es auch im Großen aus. Wie die Straßen auch heißen mögen, sei es die Hilmteichstraße, die Mariatroster Straße, die Heinrichstraße, die St. Peter Haupt Straße, Eggenberger Alle etc, es sieht überall gleich aus. Zerstörung der schönen alten Bauten, Ersatz durch gesichtlose Schachteln, ungeordnet, ohne Rücksicht auf Klima und Stadtbild, aneinandergereiht, ein Chaos ohne Zukunft. Graz, die ehemalige Gartenstadt, hat ihr lebenswertes Gesicht verloren. Wer trägt die Verantwortung dafür?

    Autor: Neu

  • schade dass das Fotoarchiv nur weit entfernte Sehnsuchtsorte hat, wär schön wenn es Dokumente von plus orten aus näherer Umgebeung gäbe

    Autor: Anonymous

  • Es ist nicht lange her hat ein Kommentar auf Gat die Würdigung des verst. Kulturstadtrates in der Form kritisiert, dass diese Würdigung gerade an der Stelle stattfinde die zu einem seiner Sündenfälle gehört – das Kunsthaus Graz. Dazu enthalte ich mich einer Aussage, aber ich finde es großartig wie sie Serie gelungen nicht gelungen, gut recherchiert und mit Zeitzeugenwissen vermischt Vergessenes wieder ins Gedächtnis zu bringen.

    Autor: Anonymous

  • abr offensichtlich kann man sich auf die kompetenz der planer nicht verlassen, sonst würds ja nicht so ausschauen

    Autor: Anonymous

  • Ich kann dieser Meinung nur zustimmen. Ich habe nicht die Nerven mir diese langen Texte am Bildschirm durchzulesen. Außerdem ist das doch ein wenig Schnee von gestern.

    Autor: DI Elisabeth Kabelis-Lechner

  • Bitte überprüfen Sie selbst als Autor, versucht objektiv, ob sich solche langen, im Thema detaillierten Texte für das Lesen im Internet eignen. Ich finde nicht. Sie ermüden und langweilen. Ich und meine Frau finden es gut, dass Gat kein wissenschaftliches Forum ist. Es braucht Frische und Abwechslung, um attraktiv zu sein. Wenn jemand so eine spezielle Abhandlung veröffentlichen will, sollte er dies in einem Buch und mit Buchverlag machen. In Graz gibt es den Keiper-Verlag. Dann damit in die TU-Bibliothek und jeder und jede kann sich darin vertiefen, wenn er oder sie will. Für Gat scheint mir dieses Schreibformat ungeeignet. Es wird Leser und Leserinnen vertreiben, die Gat als tägliche Quelle von frischen und informativen, aber auch kurzweiligen Beiträgen, die das aktuelle Geschehen hier in Graz und in der Steiermark fokussieren, gleich morgens aufsuchen.

    Autor: Stadtwanderer

  • Na, hoffentlich müssen sie beim Schwarzl see den Anblick von Badeanzügen an Frauen nicht ertragen. So wie ich das gelesen habe, hat Frau Tschavgova an das , zugegebenermaßen altmodisch klingende Gemeinwohl erinnert, immerhin eine jetzt mehr denn je aktuelles Thematik, möchte man glauben. Es scheint den jungen vorbehalten (und auferlegt) für eine Zukunft ohne verhehrende Folgen des Klimawandels einzutreten, sich für eine lebenswerte Stadt einzusetzen, in der die Wege, zum beispiel zu Erholungsorten, ohne Auto zurückgelegt werden können. Sie fahren lieber zum Schwarzlsee, das sei Ihnen unbenommen. Wie?

    Autor: anonym

  • wird sich ihr Herz erwärmen; falls nicht, gibt's eine Umwidmung in Zirkuswiese. Ich will damit sagen: So eine Stadtpolitikerin wäre dringend nötig, die noch ihr Herz an die schönen, lieben Dinge der Jugend hängt. Ich hätte da auch Einiges zu berichten, so bin ich schon sehr früh ins Damen-Sonnenbad zugelassen worden. Das prägt! Ich vertrage seither den Anblick von Badeanzügen nur ganz schlecht. Deshalb würde ich selber auch bei meinem geliebten Schwarzl-See bleiben (Nord-Teich).

    Autor: Anonymus

  • Aus mir zugeschickten Anmerkungen darf ich ergänzen: 1) Auch die schmiedeeiserne „Werbetafel“ zwischen Schlössl und Schweizerhaus unter Denkmalschutz steht. Derzeit wird sie als Radlständer missbraucht, vielleicht wird sie wieder einmal mit besseren Inhalten gefüllt? 2) Dass neben dem Schweizerhaus vor vielen Jahrzehnten auch ein Kasperltheater zu bewundern war, ist meiner Erinnerung entgangen. 3) Die mir gestellte Frage, ob die Grabhügel römischen oder keltischen Einheimischen als letzte Ruhestätte dienen, kann ich nicht beantworten, weil diese Grabstätten zwar längst geplündert, aber nicht ausreichend erforscht sind - und auch keine Inschriften gefunden wurden. Man spricht so einfach von „provinzialrömischen“ Bestattungen. 4) Die kaum bekannte „Burg Petzenstein“ war ein von Andreas Attems (1527-97) um 1580 erbauter Ansitz; seine Überreste liegen auf einer kleinen Anhöhe im heutige italienischen Ort Peci (italienisch) bzw. Peč (slowenisch), südlich von Görz (Gorizia) nahe der Mündung der Vipava (Wippach) in den Isonzo. Erzherzog Karl II. verlieh Andreas den Titel von Attems-Petzenstein. Die Burg ist heute ebenso Ruine wie der Sitz des anderen Zweiges, der Attems-Heiligenkreuz, im heute wunderbar restaurierten Bergdorf Vipavski Križ im slowenischen Wippachtal.

    Autor: Laukhardt

  • Etwas Großes war vor gut 150 Jahren auch Graz zu haben: die Franckisierung des Glacis zwischen 1862 und 1889 des Glacis als Stadtpark. Vor der Stadtmauer wurde auf dem Schussfeld von der Kriegsstellebastei und der Paulustorbastei im Norden bis zur Landschaftsbastei im Süden der Grazer Stadtpark als bebauungsfrei zu erhaltende Parkanlage angelegt. Er entstand auf Initiative des Bürgermeisters Moritz Ritter von Franck, nachdem das Gelände des Glacis vom Militär gegen Bezahlung von der Gemeinde übernommen worden war.
    Bebauungen gab es außerhalb der Stadtmauern in der Murvorstadt und weiter draußen. Einen Plan der Bebauung im Osten, direkt an das Glacis anschließend, schuf erst die Entscheidung, das Glacis bebauungsfrei zu halten und die Glacisstraße als Bebauungsgrenze zu bestimmen. Damit wurde die letzte große städtebaulich qualitätsvolle Stadterweiterung in der Gründerzeit möglich.
    1857 schrieb die Parkkommission der Stadt New York einen Wettbewerb zur gärtnerischen Gestaltung eines großen Teils von Midtown Manhattan aus, der zum Central Park (1858-1873) werden sollte: eine Parklandschaft als Ersatz für bauliche Entwicklung von Grundstücken in wertvoller Lage. Auch der Grazer Stadtpark ist so etwas, dem kleineren Maßstab der Stadt angemessen, aber vergleichsweise großartig.
    Zwischen 1853 und 1870 fanden die großen baulichen und gärtnerischen Eingriffe in die Stadtstruktur von Paris statt, die es zur Weltstadt machten. Großes zusammenhängendes Bauland vor dem Glacis und daran anschließendes erweiterten das bis dahin wohlgeformte Graz um damals moderne gründerzeitliche Viertel. Hätte es nur so weitergehen können wie in Paris, Graz als ganz-klein Paris, was hätten wir für eine Stadt!
    Diese haben wird nicht. Ein Dreivierteljahrhundert der Vernachlässigung führte dazu, dass man den Eindruck hat, Graz sei heute so, wie es sich eine Provinz(haupt)stadt als Landeshauptstadt wünscht, sozusagen als Primus inter Pares. Der letzte Plan, der dazu angetan war, etwas daran zu ändern, war der (Hermann) Wengert- Grünflächenplan für Graz von etwa der Mitte der 1950er-Jahre. Nicht auf Baumassen zielte der Plan ab, sondern auf miteinander vernetzte Grünräume. Eine Veröffentlichung dieses Planes in einer Zeitung habe ich noch während meines Studiums gesehen.

    Autor: Bernhard Hafner

  • lieber armin ! wenn das bi.d so eklatant die umsetzung lügen straft dann ist es kein armes rendering, sondern ein echter fake. man könnte auch sagen vorgaukeln falscher tatsachen etc. etc. umgekehrt wärs mir lieber, hübsches oder nicht hübsches rendering, aber immer eine umsetzung die staunen macht und keine ausflüchte ins geld bemüht.

    Autor: Anonymous

  • Es ist schon beachtlich - ein durchaus ambivalenter Kulturpolitiker bekommt ein Denkmal - an jener Stelle, an der das gesamte Versagen und die Kurzsichtigkeit von Grazer Kulturpolitik und Stadtentwicklung zutage trat und tritt. Die Kunst ist wurscht, wichtig allein die Politik. Eigentlich nur konsequent! Bin ich der einzige dem die Lobeshymnen im Hals stecken bleiben?

    Autor: Anonymous

  • Dazu passt mein Artikel "Die-Stadt_ein-Verteilungsereignis_Teil-3-von-3", dem ich deswegen einen letzten kurzen Absatz hinzugefügt hab und der - hoffentlich mit ihm - im GAT erscheinen wird.
    Verkehr (in städtisch besiedeltem Raum) ist nicht nur ein Problem des Verkehrs.Und deshalb ist Verkehrsplanung als Planung des Verkehrs nicht Städteplanung. Da geht es darum, die Dinge anzusprechen, die Verkehr verursachen.
    Etwas ist schon wichtig: Alle Arten von Verkehr, des Fußgängers (1), mit Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen und Autos erzeugen zusammen mit anderen Elementen der Infrastruktur ein Potenzial städtischer Entwicklung. Jede davon hat ihre eigenen Gesetze und die (Frau), die das Potenzial ausschöpfen will, benützt Verlehrsmittel nach eigenem Ermessen. Ja, auch U-Bahnen erzeugen eines und gerade das, wie man damit umgeht, trennt Sinn von Unsinn.
    Das berücksichtigt Stadtplanung heute nicht. Und gemessen an deren Trägheit ist die Wandlungsfähigkeit des Marktes geradezu wunderbar. Was tut sich, wenn Autos immer noch Autos sein werden, aber selbstfahrend und jederzeit individuell abrufbar? Solche Fahrzeuge der Elektro- und Wasserstoffmobilität brauchen kaum Parkplätze, sondern Lagerhaltung. Verkehrsstraßen erlauben flüssigeren Verkehr von professionellen und privaten Dienstleistern, können mit Alleen zurückgebildet werden. Und anderes mehr, denn das ist nur eine Seite der Digitalisierung, in der man nicht mit Dreieck, Lineal, Tusche und gefüllte Flachen arbeitet, sondern mit digitalen Medien, in denen auch der Ort eine andere Bedeutung erlangt als Ort mit elektronischen statt Meterdistanzen.
    (1) Ich schreibe nicht gendergerecht. Hier einmal männlich, dann weiblich, wenn es sich auf Menschen bezieht.

    Autor: Bernhard Hafner

  • Ich möchte mich bei Ihnen für Ihren Betrag bedanken !

    Sie sprechen nicht nur mir, sondern mit Sicherheit auch vielen anderen Bewohnern der Stadt Graz mit Ihrer Projektanalyse aus der Seele.

    Wie kann die Stadt Graz derartige Ausführungen von Bauträgerprojekten zulassen ? Die Antwort kann leider nur "Korruption" aus den Reihen der für die Stadtentwicklung verantwortlichen ÖVP lauten (= Politbüro Nagl).
    Eine unabhängige Überprüfung wurde hier mit Sicherheit einige äußerst interessante Verbindungen zu Tage fördern.

    Beispiele:
    Venta = GF Schützenschofer (Verwandtschaft Landeshauptmann)
    Immola = GF Lampersberger (ehemaliger Baureferent der Stadt Graz)
    C&P = Wohnungen als reine Kapitalanlage

    Es geht hier schon lange nicht mehr um "Wohnraumschaffung oder Bauqualität", sondern um reine Profitgier. Daher müsste dringend verhindert werden, dass Baukonzerne bei Wohnbauprojekten als Totalunternehmer auftreten. Auf die Bedürfnisse der Menschen (Bewohner) wird kein Wert gelegt und die Stadt verliert mit jedem neuen Projekt an Lebensqualität.

    "Architektur muss viel stärker vom Nutzer ausgehen, dem, der darin lebt, und nicht dem, der damit spekuliert und reich wird"

    Zitat Daniel Liebeskind.

    Autor: Liebeskind

  • Danke für diesen großartigen - gleichermaßen informativen und lösungsorientierten - Beitrag zur Zukunft des Verkehrs in Graz. Sachlich und fern jeglicher parteipolitischer Motive für Agitation, so stellen sich Grazer und Grazerinnen, denen die lebenswerte Zukunft der Stadt ein echtes Anliegen ist, den Diskurs und die darauffolgenden Entscheidungen für ein Verkehrskonzept vor. Nicht so, wie es derzeit auf den Bildschirmen in den Grazer "Öffis" suggeriert wird, wo die Pläne für die U-Bahn so präsentiert werden, als wäre sie schon beschlossene Sache und ihre Realisierung demnächst in Angriff genommen. Immerhin wurde der "Werbespot" schon reduziert in seiner Länge, die "Holding" vermutlich von übergeordneter Stelle schon gebremst in ihrem Überschwang. Hierorts läuft vieles falsch im Ablauf, verkehrt herum: zuerst werden mit großem Trara und erheblichen Kosten parteipolitisch gefärbte Feuerwerke gezündet, danach erst entsteht Diskurs um die Sache selbst und oft müssen dann Konzepte nicht ausgegoren präsentiert wurden - einseitig, nicht vergleichend, nicht zukunftstauglich, zu wenig nachhaltig, nicht finanzierbar, nicht mehrheitsfähig - wieder in die Schubladen versenkt werden. Glaubwürdigkeit und Wählbarkeit von Bürgermeister und Stadtregierung erschüttert solches Handeln erstaunlicherweise nicht - bis jetzt zumindest.

    Autor: Tschavgova

  • Wäre es nicht ausreichend, den Zustand der offenbar hochgelobten Einreichung verbindlich in die Baugenehmigung zu bringen, um die beschriebenen Missstände zu verhindern?

    Autor: Anonymous

  • Schon die Baugenehmigung darf nur dann erteilt werden, wenn alle qualitätsbildenden Grundzüge des Projekts, das die Fachjury ja genau deshalb zum "Sieger" eines Wettbewerbs gemacht hat, in der Einreichung zur Baugenehmigung noch enthalten sind. Dabei spreche ich nicht von Fassaden (die in einem Rendering verschönert dargestellt werden können) sondern von essentiellen Qualitäten, etwa wie EG-Zonen genützt werden, wie Freiräume gestaltet werden, ob Gemeinschaftsräume erhalten bleiben, Müllräume nicht ungeschützt ins Freie wandern ect. EG-Wohnungen mit Schlafräumen haben in so einer engen Nachbarschaft, mit so wenig Abstand von den Nachbarn und Passanten, sowieso nichts zu suchen, sie dürften meiner Meinung nach gar nicht genehmigt werden, weil das eine grawierende Einschränkung privaten Lebens bedeutet. Privatgärten für einige wenige übrigens auch nicht. Schweizer Gäste bei meinen Architekturtouren sind immer erstaunt und zugleich entsetzt, wenn ich ihnen den Wohnungsbau in der Laimburggasse zeige, wo zugunsten einiger weniger, die große private, eingezäunte Gartenflächen ihr eigen nennen können, sogar auf den obligatorischen Spielplatz verzichtet werden durfte. Man schaue sich einmal die Gestaltung der für alle Hausbewohner:innen verbliebenen Restgrünfläche an. In Zürich sei eine derartige EG-Verbauung mit Wohnungen nicht genehmigungsfähig, erklärte man mir. Also gesetzlich vorgegeben ....

    Autor: alter Langzeit-Beobachter

  • In eine ähnliche Kerbe schlägt heute die NZZ am Morgen: "Experten machen Politik, statt zu beraten – so geht das nicht», sagt der Historiker Caspar Hirschi in der jüngsten Ausgabe von «NZZ Standpunkte». Im Gespräch mit dem NZZ-Chefredaktor Eric Gujer erklärt Hirschi, welche Fehler die Wissenschaft in der Corona-Pandemie gemacht hat, weshalb die Politik wehrlos auf die nächste Krise wartet [...]".
    Dazu aber: Ich kann das Wort "kämpfen" als Mittel politischer Auseinandersetzung schon nicht mehr hören. Da sitzen Leute im Sessel und "kämpfen", was mich sehr an Andreas Schieder erinnert. Er kämpfte für die durchschnittlichen Lohnempfänger in Österreich, die nach nicht von ihm stammenden Angaben EUR 1500 im Monat verdienten (Brutto? Netto?). Der Kämpfer Schieder verfügte etwa über das Zehnfache/Monat und was tat er? Er kämpfte. Wofür sagte er sogar, immer wieder, sagte es der Schieder.
    Das nur als Einwand zur Sprache des Kämpfens.
    Ansosnten teile ich ihre Meinung mehrfach.
    Etwas Fragliches ist der Ausschnitt aus Ihrem Text: "... treten zunehmend an die Stelle von Debatten".
    So viele und tägliche Debatten wie in den letzten Monaten hatten wir meiner Meinung nach nie zuvor in Österreich. Wovon zeugen sie? Sie zeugen von Hilflosigkeit, sowohl von Experten als auch von Politikern, wie Herr Hirschi schreibt. Man fragt sich, wer von Experten, Politikern und Journalisten wen an der Leine führt
    Konsens löst sich auf und vorurteilslose Suche nach dem, was Sache ist, legt frühlingstrunken eine Rast ein im Schatten einer Erle.
    Bernhard Hafner

    Autor: Bernhard Hafner
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