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  • Ergänzung: dass die Arbeit der Architekten aus der Steiermark damals, ab 1970, nicht nur Beachtung fand, sondern auch geschätzt wurde, lässt sich auch aus dem Umstand ableiten, dass Heinz Wondra 1981 die technische Gesamtleitung der Ausrichtung des 11. Olympischen Kongresses in Baden-Baden übertragen wurde. Die graphische Gesamtgestaltung dieses Megakongresses lag in den Händen von Rolf Müller, der der zweite geniale Gestalter (mit Otl Aicher) der Olympischen Sommerspiele 1972 in München war, 1965 von diesem als 25-Jähriger ! ins Team geholt. Heinz Wondra hatte seit der Zusammenarbeit anlässlich der Olympischen Spiele in München immer wieder, eigentlich regelmäßig, mit Rolf Müller zusammengearbeitet, der "zu den wichtigsten, seit vielen Jahren führenden, international hochgeachteten Designerpersönlichkeiten in München gehörte"(siehe Wikipedia).
    Nachdem ich selbst 1972 bei den Olympischen Spielen in München als frischgebackene Maturantin am Olympiagelände gearbeitet habe, wird hier auf GAT demnächst ein Artikel zum Thema "Steirische Architekten in München zu den Olympischen Spielen 1972" zu lesen sein. Karin Tschavgova

    Autor: Karin Tschavgova

  • Wer auf der Webpage zu Otl Aicher über die Überschriften hinweg in die Tiefe geht, kann entdecken, dass "unter den Namen jener 82 bekannten Personen, die Otl Aicher während eines Teils oder des gesamten Olympia-Projektes unterstützt haben", sich auch Heinz Wondra befindet. Er, der mit Domenig nach München ging, um im Auftrag von Behnisch den temporären Restaurant-Pavillon in der Schwimmhalle zu planen und zu realisieren, hat früher oft mit großer Emphatie von seiner Begegnung und Arbeit mit Otl Aicher erzählt, die sein weiteres Leben offensichtlich geprägt hat. Die Zeichentische im Büro Wondra waren dem Entwurf von Otl Aichers Tischen im Olympiabüro nachgebaut und werden als Schenkung an die TU Graz bis zum Herbst eine neue Heimat/ neue Funktion finden im Archiv, das die TU Graz zur Zeit zu den steirischen Architekten/Architektinnen aufbaut, die den internationalen Ruf der Grazer Architektur begründet haben. So schließen sich Kreise, die den Stellenwert der Grazer Architektur dieser Zeit mit Beginn der 1970er hoffentlich endlich nicht nur ins richtige Licht rücken, sondern in ihrer Bedeutung auch in der Architekturgeschichte (und der Steiermark) den ihr zustehenden Platz finden.

    Autor: Karin Tschavgova-Wondra

  • Schade dass keine Grundrisse, Schnitte und Lagepläne zu dieser Diplomarbeit auf GAT veröffentlicht sind.

    Autor: anonymus

  • Hat jetzt nichts mit diesem Beitrag zu tun, aber: finden die Forumsteilnehmer*Innen die neue Seite von architekturwettbewerbe.at auch so gelungen? Sowohl aus ästhetischer wie funktionaler Perspektive eine wirkliche Weiterentwicklung. Da hat es sich ausgezahlt, dass es einen europaweiten Wettbewerb gab und eine internationale Jury das beste Design ausgesucht hat, das jetzt so überzeugend umgesetzt wurde. Hier sieht man, dass wir Gestalter*Innen gut vertreten sind. Da braucht man den Vergleich mit anderen Portalen, wie zum Beispiel competitions.espazium.ch nicht zu scheuen. :-)

    Autor: Bernhard Maurer

  • Ich war im Februar, nach langer Zeit, wieder einmal in der Waltendorfer H.Straße. Schon nach der Einfahrt in diese Straße habe ich mich erschreckt, die Bäckerei Kotzbeck war weg, die Bauten schrecklich. Ich fuhr bis zum Unimarkt und die Schrecklichkeiten haben sich fortgesetzt. Nicht mehr wiederzuerkennen war diese Straße. Aber mich wundert es nicht, denn warum soll es hier anders aussehen, als im übrigen Graz. Besonders negative Beispiel liefern alle Haupteinfallstraße von Graz und der Rest an den Seiten ist nicht besser. Wenn man die Geschichte Waltendorfs liest, wie schön muss es damals gewesen sein, ein Gasthof nach dem anderen und viel Grün. Wir wissen wo der Schuh drückt. Die Novelle des Raumordnungsgesetzes wird in Zukunft den Bodenfraß auch nicht stoppen. Die Verantwortlichen sollten unbedingt an die nächsten Wahlen denken, siehe Grazwahl.

    Autor: Roswitha Neu-Schindler

  • ohne die Gaben der Natur! Dabei sind wir ja schon so bescheiden. Hier ein Bäumchen, da ein Strauch, und die hässlichsten Architektur-Nekropolen werden erträglich. Danke für den poetischen Ausflug! Eine Frage noch: bin ich der Einzige, der sich ärgert, dass die Fahrbahnteiler in der Plüddemanngasse manchmal rechts von der Fahrtrichtung angelegt wurden? Besonders bei Regen, wenn man die weißen Streifen schlecht sieht, eine schlechte Idee.

    Autor: Peter Laukhardt

  • Die tägliche Zugverbindung nach Ljubljana, ohne umsteigen, fährt um 10:38 ab und ist um 14:00 am Ziel. Fahrtdauer: 3:22.

    Autor: Armin Haghirian

  • Eine Rettung Waltendorfs ist dringend notwendig. Nicht nur die Waltendorfer Hauptstraße ist betroffen, man schaue sich nur Ruckerlberggasse, Josef Gauby Weg, Rappoldgasse und Co an (um nur einige wenige Beispiele zu nennen). Ich weiß nur nicht, wie man dies voranbringen könnte und kämpfe seit Jahren gegen Windmühlen und bekomme diese um dei Ohren.
    Ich bin für Ideen gerne offen.
    Geplant - aber noch ewig von der Umsetzung entfernt - sind:
    Wohnstraße Josef Gauby Weg
    Begegnungszone Waltendorf Center

    Autor: Claudia

  • Interessanter Beitrag für alle und das sind sicher viele, die die Geschichte von Stalinstadt (das ursprünglich Karl-Marx-Stadt heißen sollte, dann aber, kurz nach dem Tod Stalins seinen Namen tragen musste) in der Niederlausitz nicht kennen. Auch die Kritik an der angeblich vordergründigen Selbstbespiegelung von Friedrich Liechtenstein macht neugierig auf den Podcast. Abschalten kann man den dann immer noch. Nur: ob mir darin erklärt werden wird, was ein Endom ist? Zitat: „Endoms über Gott und die Welt ….“ Wenn’s mir nicht einmal Google verraten kann und mich mit Endometriose oder einem Firmennamen in der Slowakei abspeisen will.
    Schön wäre gewesen, wenn man zumindest ein, zwei Bilder über Stalinstadt, heute Eisenhüttenstadt, beigefügt hätte, vielleicht eines über den gebauten Historismus in der Lenin- äh! Lindenallee (z.B. Foto: Walter Fricke, copyright Stadtarchiv Eisenhüttenstadt). Oder eines der Plattenbausiedlungen, aber die kennt man ja aus Karl-Marx-Stadt, heute wieder Chemnitz, und von hundertfach anderswo.
    Übrigens hat laut Medienberichten im September 2021 Tesla Interesse an den Wohnblöcken/leerstehenden Wohnungen in Eisenhüttenstadt gezeigt, weil sie in der Nähe dort ihr großes Europäisches Werk bauen wollen, in dem bis zu 15.000 Menschen arbeiten sollen. Eisenhüttenstadt gerettet?

    Autor: Karin Tschavgova

  • es gibt auch in Graz schon entsprechende Ansätze wie z.B. am Hasnerplatz...

    Autor: Anonymous

  • Weniger an strategischem "Zuckerbrot und Peitsche" zu erkennen als vielmehr Unkenntnis, Oberflächlichkeit und der Druck, dem der auch für Finanzen zuständige Stadtrat ausgesetzt ist.

    Autor: anonym

  • Es wäre einen Versuch wert, diese Mahnung über die nächste Ausstellung im Kunsthaus zu applizieren. Vorausgesetzt natürlich, der Begriff Eliten ist massentauglich, d. h. für den Normalbürger verständlich.

    Autor: Laukhardt

  • Im Gesetzesentwurf wird die wichtige Neuerung (die Versiegelungs-Beschränkung) begrifflich unterschiedlich behandelt:

    46. In § 41 Abs. 1 Z 2 lit. i wird nach dem Wort „Bebauungsgrades“ die Wortfolge „und des Grades der Bodenversiegelung“ angefügt.
    47. In § 41 Abs. 2 Z 8 wird nach dem Wort „Pflanzgebote,“ das Wort „Grünflächenfaktor,“ eingefügt.

    Da der "Grünflächenfaktor" jetzt der neue Begriff sein soll, müsste er auch den "Grad der Bodenversiegelung" ersetzten.

    Als "Grünflächenfaktor" wird definiert:
    6. Nach § 4 Z 34a wird folgende Z 34b eingefügt:
    „34b. Grünflächenfaktor: Verhältnis der mit Vegetation bedeckten Flächen zur Bauplatzfläche;“

    Autor: Peter Laukhardt

  • Danke für die gebotene Darstellung!
    Es gibt zwei widersprüchliche Formulierungen zum wichtigen "Grünflächenfaktor", der nun die so lange schon geforderten Versiegelungs-Beschränkung ergeben soll:
    46. In § 41 Abs. 1 Z 2 lit. i wird nach dem Wort „Bebauungsgrades“ die Wortfolge „und des Grades der Bodenversiegelung“ angefügt.
    47. In § 41 Abs. 2 Z 8 wird nach dem Wort „Pflanzgebote,“ das Wort „Grünflächenfaktor,“ eingefügt.
    Man müsste die Nomenklatur vereinheitlichen oder einen zusätzlichen Passus einführen (Scherz):" ... beide Faktoren müssen zusammen 1 ergeben."

    Autor: Peter Laukhardt

  • was einen als erstes auffällt wenn so eine wichtige Novellierung so knapp und kurz zur Meinungsbildung ausgesandt wird.
    "Hier entspricht der Eindruck den man gewinnen kann dem aktuell veröffentlichten Demokratiebericht des Varieties of Democracy Instituts (V-Dem) der schwedischen Universität Götebor, demnach Österreich von der liberalen Demokratie zur Wahldemokratie herabgestuft wurde."

    Autor: Wolfgang Feyferlik

  • Diese Frage wird nie jemand beantwortet können, was generell schön ist und was nicht. Aber man kann beantworten was gut ist, hinsichtlich Kontext, Funktionalität, Materialien, Landschaft, Nachhaltigkeit usw.. es muss nicht nur das „Äußere“ sein. Und das gilt es von der Architektenschaft zu vermitteln, was unser Mehrwert ist.

    Autor: Theresa

  • 1. solche öffentlichen Dialogen sollten mind. mit 50/50 Frauen, Männer und divers besetzt werden. 2. wo sind denn die Nicht-Männer in der Kammer oder bei den Spitzenbeamtem???? Es gibt sie, man muss halt nur wollen! Aja es ist mittlerweile 2022…

    Autor: Anonymous

  • Als Experiment: "Der Diskurs der Zukunft muss also vorher und vor allem bei grundlegenden Fragen ansetzen: Was ist überhaupt gute oder schöne Sprache?". Hmm.

    Autor: Bernhard Maurer

  • Danke für den guten Bericht über den Stadtdialog.
    Ein paar Ergänzungen aus meiner Sicht:
    Sehr unhöflich war, dass Vizebürgermeisterin Judith Schwentner nicht entsprechend begrüßt wurde. Sie wurde vom Moderatoer erst nach den Stäatements der Beamten auf das Podium gebeten und sie war auch nicht in den Dialog eingebunden. "Dialogisiert" haben zwei männliche Beamte und zwei männliche Kammervertreter! Aus Sicht einer Frau gant schlecht!

    Sehr verwunderlich waren auch die Reaktionen und Antworten von Baudirektor Werle und Stadtplanungsamtleiter Inninger. Auf kritische Meldungen aus dem Publikum wurde beleidigt reagiert: " Nicht alles war schlecht, was wir gemacht haben". Hier fehlte eindeutig die Bereitschaft zu einem offenen Dialog.
    Auf meine konkrete Frage, wie Werle und Inninger den von Judith Schwentner angekündigten Paradigmenwechsel in der Planung umsetzen werden, wo doch 20 Jahre das System Nagl praktiziert wurde, gab es keine zufriedenstellende Antwort. Laut Werle und Innigner wurde eh alles richtig gemacht.

    Da kommt Skepsis auf, ob die Beamtenschaft überhaupt zu einem echten Paradigmenwechsle bereit ist.

    Autor: Elisabeth Kabelis-Lechner
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